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Wald-Glashütte am Lakenteich im Solling |
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Die ehemalige Wald-Glashütte am Lakenteich, die
etwa in den Jahren von 1655 bis 1690 betrieben wurde, wurde im Jahr 2010
unter der Federführung des Vereins Kultur-Naturhistorischer
Dreiländerbund Weserberglang (KNDW) in Zusammenarbeit mit
zehn von der Arbeitsagentur Uslar beschäftigten
Arbeitern teilrekonstruiert. Vorangegangen waren mehrjährige Grabungen ab 2003.
Die Mitarbeiter des Projektes haben viel Boden
von der Fundstelle der Glashütte abgetragen und so einen Teil der Buntsandstein-
Fundamente des früheren Glasofens freigelegt. Einzelteile sind nach
historischen Vorlagen rekonstruiert worden und sollen künftig
Einheimische und Touristen gleichermaßen
anlocken. Der Hauptofen wurde mit einem rustikalen Bauwerk versehen, das die
Fundstelle
vor Witterungseinflüssen schützten soll. Bei der
Arbeit wurden etliche Glasscherben gefunden, die den Besuchern der alten
Glashütte
auf dem Gelände präsentiert werden.
(weitere Info´s unten...)
Ziel der Grabungen, die bereits im Jahr 2003 begannen, war
es, erstmals im Solling die Betriebsstruktur einer Glashütte
archäologisch zu erforschen. Im Blickpunkt standen dabei
besonders die Öfen und die Werkshalle, aber auch die Produkte
und das Leben und Arbeiten der Glasmacher. Vermutlich
stellte man Fensterglas und Gefäße überwiegend aus leicht grünlichem
Glas her, daneben vielleicht auch Farbglas und entfärbtes
Glas, dem auf dem Sektor des Tischgeschirrs und der Spiegel die
Zukunft gehörte. Die Formenwelt steht auf der Schwelle
zwischen Renaissance und Barock. Gefördert wurde die Maßnahme
im Rahmen des EU-Projektes LEADER+ Erlebnis
Kulturgeschichte - Kulturhistorisches Sollingprojekt in Kooperation
zwischen dem Seminar für Ur- und Frühgeschichte, dem
Ökologiezentrum der Universität Kiel (Prof. Dr. H.-R. Bork),
dem Staatlichen FA Dassel, der Stadt Uslar und dem
Landreis Northeim sowie dem Niedersächsischen Landesamt
für Denkmalpflege.
Texte: HNA, nienover.de, Fotos:
u.freter 2011